JuraForum.de > Urteile > OLG-MUENCHEN > Urteil vom 25.01.2007, Aktenzeichen: 6 U 2416/06
| Leitsatz: | Die Feststellung der Geschäftsfähigkeit bzw. der Geschäftsunfähigkeit kann nicht dem gerichtlichen Sachverständigen überlassen werden, sondern ist vom Gericht als Rechtsfrage selbst zu entscheiden. Der Sachverständige kann nur zur Feststellung von Tatsachen herangezogen werden, die den Schluß auf das Vorliegen der Geschäftsfähigkeit bzw. auf deren Fehlen zulassen. Es besteht insoweit eine Divergenz zwischen der Entscheidung des X. Zivilsenats des Bundesgerichtshofes in GRUR 2006, 131 ff. - Seitenspiegel und der Entscheidung des III. Zivilsenats vom 1.10.1987 - AZ.: III ZR 175/86. Der III. Zivilsenat ist der Auffassung, diese Schlußfolgerungen des Sachverständigen könnten bzw. müßten ggf. vom Gericht überprüft werden, während der X. Zivilsenat keine Kompetenz des Sachverständigen für diese Fragen erkennen kann. |
| Rechtsgebiete: | ZPO, BGB |
| Vorschriften: | ZPO § 286 Abs. 1, ZPO § 540 Abs. 1 Nr. 1, BGB § 124 Abs. 1, BGB § 124 Abs. 2, |
| Verfahrensgang: | LG München II 14 O 4421/04 vom 27.01.2006 |
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