JuraForum.de > Urteile > OLG-MUENCHEN > Urteil vom 19.12.2002, Aktenzeichen: 1 U 4337/02
| Leitsatz: | 1. Soweit die Versendung eines vom Notar bereits unterzeichneten Antrages zurückgestellt wird, ist dieser verpflichtet, bis zur Versendung noch nachträglich eingehende relevante Informationen zu berücksichtigen. 2. Das Verschulden des Beamten oder Notars ist im Regelfall zu verneinen, wenn ein Kollegialgericht (unrichtigerweise) die Rechtmäßigkeit der Amtshandlung bejaht hat. Dies gilt jedoch nicht, wenn das Kollegialgericht den Sachverhalt nicht erschöpfend gewürdigt hat. 3. Wenn der Schuldner Schadensersatz für den Verlust der dinglichen Sicherung einer Forderung zu leisten hat, kann der Gläubiger von ihm gegen Abtretung der Forderung deren Erfüllung verlangen. |
| Rechtsgebiete: | GBO, ZPO, BNotO |
| Vorschriften: | GBO § 15, GBO § 29, ZPO § 92 Abs. 1, ZPO § 308 Abs. 1, ZPO § 311 Abs. 4, ZPO § 538 Abs. 2 Nr. 1, ZPO § 543 Abs. 2 n.F., ZPO § 708 Nr. 10, ZPO § 713, BNotO § 19 Abs. 1 Satz 1, BNotO § 19 Abs. 1 Satz 2, BNotO § 24, |
| Verfahrensgang: | LG München I 28 O 5376/02 vom 23.07.2002 |
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