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JuraForum.deUrteileOLG-MUENCHENUrteil vom 17.11.2000, Aktenzeichen: 23 U 2263/99 

OLG-MUENCHEN – Aktenzeichen: 23 U 2263/99

Urteil vom 17.11.2000


Leitsatz:Leitsätze:

1. Zur Prospekthaftung im engeren Sinn führt analog § 45 BörsG bereits die verantwortliche Mitwirkung bei der Initiierung des Projekts, ohne dass es noch eines Beitrags zur unmittelbaren Gestaltung des Prospektes bedarf.

2. Die Prospektverantwortlichen können sich nicht darauf berufen, dass der bei der Initiierung des Projekts mitwirkende Treuhänder der Anleger die unrichtigen und unvollständigen Prospektangaben kannte.

3. a) Ansprüche aus Prospekthaftung im engeren Sinn verjähren entsprechend § 852 BGB, soweit nicht eine kürzere Verjährung analog § 20 Abs. 5 KAGG, § 12 Abs. 5 AuslInvestmG und § 47 BörsG in Betracht kommt.

b) Prospekthaftungsansprüche bei geschlossenen Immobilienfonds verjähren entsprechend § 852 BGB.
Rechtsgebiete:BGB, StGB
Vorschriften:§ 166 Abs. 1 BGB, § 195 BGB, § 276 BGB, § 823 Abs. 2 BGB, § 852 BGB, § 264 a StGB

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