JuraForum.de > Urteile > OLG-MUENCHEN > Urteil vom 16.12.1999, Aktenzeichen: 1 U 2183/98
| Leitsatz: | *Es ist in der Regel nicht fehlerhaft, bei der nach einer schweren Beckenverletzung mit Symphysensprengung und Zerfetzung der Bauchdeckenmuskulatur erfolgten Revisionsoperation zur Entfernung der Symphysenverplattung keinen Urologen hinzuzuziehen. *Wird vor einer solchen Operation auf die Verletzung benachbarter Strukturen als mögliches Risiko hingewiesen, ist der Patient damit grundsätzlich auch über das Risiko einer Blasenverletzung ausreichend aufgeklärt. *Aus dem Fehlen eines entsprechenden Vermerks in der ärztlichen Dokumentation zur Operation läßt sich folgern, daß eine kennzeichnungspflichtige unübliche Maßnahme - hier die komplette Ablösung der Ansätze der Rectusmuskulatur bei der Plattenentfernung - nicht durchgeführt wurde. |
| Rechtsgebiete: | BGB |
| Vorschriften: | BGB § 823, |
| Verfahrensgang: | LG München 9 O 23629/94 |
| Rechtskraft: | ja |
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