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JuraForum.deUrteileOLG-MUENCHENUrteil vom 13.11.2002, Aktenzeichen: 7 U 2323/02 



OLG-MUENCHEN – Aktenzeichen: 7 U 2323/02

Urteil vom 13.11.2002


Leitsatz:1. Die Handelsüblichkeit einer Transportverpackung (Ziffer 1.4.1.5 der ADS Güterversicherung 73/84) ist unter Würdigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere der Art und Empfindlichkeit des zu transportierenden Gutes sowie der auf dem konkreten Transportweg zu erwartenden Belastungen zu ermitteln.

2. Steht fest, daß eine auf dem Luftweg nach Nowosibirsk transportierte, dort mit geborstenem Bodenteil angekommene Transportkiste nicht geeignet war, den üblicherweise beim Krantransport mittels Seilzug entstehenden Belastungen stand zu halten, so ist die mit hoher Wahrscheinlichkeit wirksamste Ursache für die Beschädigung des Transportgutes festgestellt (causa proxima). Die bloße Möglichkeit, daß die Kiste auf dem Transportweg darüber hinaus einer "rauhen Behandlung" wie etwa "unsanftem Absetzen" unterzogen wurde, vermag daran nichts zu ändern.
Rechtsgebiete:HGB, ZPO, EGZPO
Vorschriften:HGB § 427 Abs. 1 Nr. 2, HGB § 461 Satz 1, ZPO § 519 Abs. 3 Nr. 2, ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 101, ZPO § 543 Abs. 2 Satz 1, ZPO § 708 Nr. 10, ZPO § 711, EGZPO § 26 Nr. 7,
Verfahrensgang:LG München I 5 HKO 18342/99 vom 07.02.2002

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