JuraForum.de > Urteile > OLG-MUENCHEN > Urteil vom 12.02.2003, Aktenzeichen: 7 U 3533/02
| Leitsatz: | 1. Auf einen Treuhandvertrag zur Verwaltung einer portugiesischen Gesellschaft, die dem portugiesischen Recht unterliegt, kann deutsches Recht anwendbar sein. 2. Die Anwendbarkeit des deutschen Rechts auf den Treuhandvertrag ist zu bejahen, wenn beide Parteien Deutsche sind, das treuhänderisch zu verwaltende Kapital auf einem Konto in Deutschland einbezahlt worden ist und der Treuhänder eine Abtretungserklärung vor einem deutschen Notar zur Absicherung des Treugebers abgegeben hat. 3. Verwirkung ist durch den Zeitablauf von ca. 21 Jahre nach dem letzten Treffen der am Treuhandvertrag Beteiligten nicht eingetreten, wenn keine Umstände dafür vorliegen, dass der Treugeber bzw. dessen Erben das Treugut nicht mehr beanspruchen wollen. |
| Rechtsgebiete: | ZPO, BGB, GmbHG |
| Vorschriften: | ZPO § 128 Abs. 2, ZPO § 531 Abs. 2 Nr. 3, BGB § 134, BGB § 195, BGB § 209 Abs. 1, BGB § 937, GmbHG § 15, |
| Verfahrensgang: | LG München 8 HK0 5344/00 vom 15.05.2002 |
| Rechtskraft: | ja |
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