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JuraForum.deUrteileOLG-MUENCHENUrteil vom 08.11.2007, Aktenzeichen: 6 U 5117/06 

OLG-MUENCHEN – Aktenzeichen: 6 U 5117/06

Urteil vom 08.11.2007


Leitsatz:1. Die Erhebung einer Zahlungsklage durch den Nichtgläubiger unterbricht den Lauf der Verjährung auch dann nicht, wenn der Kläger im Laufe des Rechtsstreits vom wahren Gläubiger zur Geltendmachung der Forderung in eigenem Namen ermächtigt wird. Die nach Ablauf der Verjährungsfrist erfolgte Ermächtigung des Klägers wirkt nicht auf den Zeitpunkt der Klageerhebung zurück.

2. Im Fall einer vor Klageerhebung erteilten Ermächtigung durch den wahren Berechtigten, dessen Recht in eigenem Namen gerichtlich geltend zu machen, unterbricht die Klageerhebung den Lauf der Verjährungsfrist erst ab dem Zeitpunkt, zu dem die gewillkürte Prozeßstandschaft offengelegt wird. Eine Rückwirkung auf den Zeitpunkt der Klageerhebung kommt nicht in Betracht.
Rechtsgebiete:GebrMG, BGB, ZPO, EGBGB
Vorschriften:GebrMG § 11, GebrMG § 24, GebrMG § 24 Abs. 2, GebrMG § 24c, GebrMG § 24c Satz 1, BGB § 133, BGB § 157, BGB § 185 Abs. 1, BGB § 185 Abs. 2 Satz 1 Var. 2, BGB § 195, BGB § 199, BGB § 203, BGB § 204, BGB § 209 a.F., BGB § 212 Abs. 1 Nr. 1, ZPO § 511 Abs. 1, ZPO § 511 Abs. 2, EGBGB Art. 229 § 6 Abs. 1 Satz 2,
Verfahrensgang:LG München 7 O 4619/05 vom 21.09.2006

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