JuraForum.de > Urteile > OLG-MUENCHEN > Urteil vom 04.09.2003, Aktenzeichen: 29 U 4743/02
| Leitsatz: | 1) Ein Urheber kann auf seine Benennung für bestimmte Fälle verzichten. Einen solchen Verzicht kann er analog § 41 Abs. 4 Satz 2 UrhG zurückrufen. Dafür bedarf es keines Verschulden des Rückrufgegners. Die Gründe für den Rückruf müssen nicht besonders erheblich sein; so genügt es, wenn die Entwicklung über eine lange Zeit den Urheber in erheblichem Umfang in Vergessenheit geraten ließ und ihm dies erschwert, seine Rechte zu verfolgen und zu wahren. 2) Wer für einen Urheber als ausschließlich Bevollmächtigter Vertragsverhandlungen führen und Verträge abschließen kann, die eine Verwertung des Werks regeln, hat dessen Interessen auch in Hinsicht auf sein Recht, benannt zu werden, zu wahren. Eine solche Vollmacht kann nicht separat gekündigt werden, wenn sie auch im Interesse des Bevollmächtigten erteilt worden ist, der eigene Rechte zusammen mit Rechten des Vollmachtgebers aus einer Hand verwerten soll. |
| Rechtsgebiete: | UrhG, BGB, VerlG |
| Vorschriften: | UrhG § 2 Abs. 1 Nr. 4, UrhG § 2 Abs. 1 Ziffer 7, UrhG § 8, UrhG § 13, UrhG § 16, UrhG § 17, UrhG § 24 Abs. 1, UrhG § 36 a.F., UrhG § 40 Abs. 1 Satz 2, UrhG § 41 Abs. 4 Satz 2, UrhG § 97, BGB § 168 Satz 2, BGB § 242, BGB § 259 Abs. 2, BGB §§ 741 ff, BGB § 812, VerlG § 17, VerlG § 18, VerlG §§ 29 ff, VerlG § 35, VerlG § 36, VerlG § 37, VerlG § 38, VerlG § 45, |
| Verfahrensgang: | LG München I 7 O 22704/01 vom 08.08.2002 |
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