JuraForum.de > Urteile > OLG-MUENCHEN > Urteil vom 02.11.2004, Aktenzeichen: 13 U 3554/04
| Leitsatz: | 1. Die schlüssige Abnahme eines Bauwerks kann in der Regel frühestens einen Monat nach der In-Gebrauch-Nahme (hier: Einzug in ein Wohnhaus) angenommen werden. 2. § 167 ZPO n. F. (entspricht §§ 270 Abs. 3, 693 Abs. 2 ZPO a. F.) begründet keine Rückwirkungsfiktion, wenn der Gläubiger objektiv die Verjährung nicht durch Einreichung der Klage oder des Mahnbescheids unterbricht, weil die Verjährung im Zeitpunkt der Zustellung der Klage oder des Mahnbescheids noch nicht abgelaufen ist. Es kommt nicht darauf an, ob er der Auffassung ist, dass die Verjährung nicht vor Einreichung der Klage und des Mahnbescheids, aber nach deren Zustellung eintreten werde, oder ob mangels Rückwirkungsfiktion das neue, für den Gläubiger ungünstigere Verjährungsrecht gilt. |
| Rechtsgebiete: | ZPO, EGBGB, BGB |
| Vorschriften: | ZPO § 167 n. F., ZPO § 511, ZPO § 513, ZPO § 517, ZPO § 519, ZPO § 520, ZPO § 540 Abs. 1 Nr. 1, ZPO § 693 Abs. 2 a.F., EGBGB § 5 Satz 1, EGBGB § 6 Abs. 2, BGB § 196, BGB § 196 Abs. 1 Nr. 1 a. F., BGB § 201 a. F., BGB § 209 Abs. 1, BGB § 209 Abs. 2 Nr. 1, BGB § 641 Abs. 1 Satz 1, |
| Verfahrensgang: | LG München I 2 O 1182/04 vom 13.05.2004 |
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