JuraForum.de > Urteile > OLG-MUENCHEN > Urteil vom 01.06.2006, Aktenzeichen: 1 U 2388/02
| Leitsatz: | Eine gesetzliche Krankenkasse verstößt gegen ihre sozialrechtliche Beratungspflicht, wenn sie bei einem konkreten Ersuchen um Aufnahme auf eine bevorstehende Gesetzesänderung, die den Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung erschwert, nicht hinweist. Dies gilt auch dann, wenn Personen wie der Antragsteller durch die Gesetzesänderung vom Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung in Zukunft gerade ausgeschlossen werden sollen. |
| Rechtsgebiete: | SGB V, BGB, ZPO, SGB I, VwVfG |
| Vorschriften: | SGB V § 5 Abs. 5, SGB V § 6 Abs. 3 a, BGB § 254, BGB § 254 Abs. 1, BGB § 839, BGB § 839 Abs. 1 S. 2, BGB § 839 Abs. 3, ZPO § 148, SGB I § 14, SGB I § 15, VwVfG § 25, |
| Verfahrensgang: | LG München I 4 O 16325/01 vom 20.12.2001 |
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