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JuraForum.deUrteileOberlandesgericht KoblenzVerkündungsdatum02 / 2008 

Oberlandesgericht Koblenz

Entscheidungen 02 / 2008



Insgesamt sind 5 Entscheidungen vorhanden, angezeigt werden die Entscheidungen 1 bis 4:


OLG-KOBLENZ – Urteil, 10 U 229/07 vom 29.02.2008

Rechtsgebiete:VVG, BGB, ABL 96, ZPO
Leitsatz:Zur befreienden Auszahlung der Lebensversicherungssumme an einen aufgrund gefälschten Änderungsantrags im Versicherungsschein als bezugsberechtigt ausgewiesen.

Umfang von Prüfungs- und Nachforschungspflichten von Mitarbeitern des Lebensversicherers hinsichtlich möglicher Verdachtsmomente (keine Durchsicht nicht in Bezug genommener Anlagen auf möglicherweise relevante Schriftstücke).
Volltext: OLG-KOBLENZ - Urteil, 10 U 229/07



OLG-KOBLENZ – Urteil, 6 U 1553/06 vom 28.02.2008

Rechtsgebiete:BGB
Leitsatz:Die für ein Darlehen einer Aktiengesellschaft, bei der der Ehemann mit 50%- Anteilen Aktionär ist, zur Finanzierung von Betriebsfahrzeugen bürgende, ansonsten mittellose Ehefrau, kann sich auf die Sittenwidrigkeit des Bürgschaftsvertrages im Sinne des § 138 BGB wegen krasser Überforderung berufen, auch wenn sie selbst Mitglied des Verwaltungsrates der Aktiengesellschaft ist.

Ein die Sittenwidrigkeit der Bürgschaft ausschließendes wirtschaftliches Interesse der Ehefrau kann allein aus ihrer Stellung als Verwaltungsratsmitglied der Aktiengesellschaft nicht abgeleitet werden.

Dies ist vergleichbar mit den Fällen, in denen Angehörige eines Gesellschafters für ein Darlehen der Gesellschaft gebürgt haben und zugleich Geschäftsführer, aber selbst nicht Gesellschafter der Gesellschaft sind.
Volltext: OLG-KOBLENZ - Urteil, 6 U 1553/06

OLG-KOBLENZ – Urteil, 10 U 1328/06 vom 22.02.2008

Rechtsgebiete:ZPO
Leitsatz:Der verurteilte Beklagte kann zulässigerweise mit der Berufung erstmals geltend machen, dass er prozessunfähig sei. Erweist sich dies als von Prozessbeginn an zutreffend, sind auf die Berufung das erstinstanzliche Urteil aufzuheben und die Klage als unzulässig abzuweisen. Es ist Sache des Klägers, nicht des Berufungsgerichts, in Richtung auf eine ordnungsgemäße Vertretung des Beklagten tätig zu werden.
Volltext: OLG-KOBLENZ - Urteil, 10 U 1328/06

OLG-KOBLENZ – Beschluss, 10 W 6/08 vom 14.02.2008

Rechtsgebiete:ZPO
Leitsatz:Rechtskraft des erstinstanzlichen Urteils bei Berufungszurückweisung nach § 522 Abs. 2 ZPO tritt mit dem Tag ein, an dem der Zurückweisungsbeschluss in den Geschäftsgang hinausgegeben wird.

Der zur Auskunft aus Geschäftsunterlagen Verurteilte bleibt auch bei strafprozessualer Beschlagnahme der Geschäftsunterlagen grundsätzlich zur Auskunft verpflichtet und ist heirzu gegebenenfalls durch Zwangsmittel anzuhalten. Er kann sich nur utner besonderen Umständen auf - vorübergehende - Unmöglichkeit wegen fehlernder Einsichtnahmemöglichkeit berufen.
Volltext: OLG-KOBLENZ - Beschluss, 10 W 6/08


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