JuraForum.de > Urteile > OLG-KOBLENZ > Urteil vom 27.06.2008, Aktenzeichen: 10 U 1331/07
| Leitsatz: | Kein "Automatismus" der Haftung für Insolvenzausfallgeld bei objektiv verspäteter Insolvenzanmeldung. Vielmehr muss im Einzelfall von der Klägerseite konkret dargelegt werden, dass bei rechtzeitiger Anmeldung tatsächlich kein Insolvenzausfallgeld hätte gezahlt werden müssen. Weiter muss der subjektive Sittenwidrigkeitsvorwurf konkret im Einzelnen festgestellt werden. Zu insoweit dem Beklagten obliegendem, nach den Umständen des Einzelfalls zur Ausräumung des Sittenwidrigkeitsvorwurfs ausreichendem Entlastungsvorbringen (begründete Sanierungshoffnung). |
| Rechtsgebiete: | BGB, InsO, GmbHG, ZPO, SGB III |
| Vorschriften: | BGB § 249, BGB § 826, InsO § 19, GmbHG § 64, GmbHG § 64 Abs. 1, GmbHG § 64 Abs. 2, ZPO § 531, SGB III § 183, |
| Verfahrensgang: | LG Bad Kreuznach, 2 O 331/06 vom 28.09.2007 |
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