JuraForum.de > Urteile > OLG-KOBLENZ > Beschluss vom 23.05.2005, Aktenzeichen: 7 WF 123/05
| Leitsatz: | Der Geschäftswert für ein (Hauptsache-)Verfahren nach dem Gewaltschutzgesetz ist in der Regel mit 3.000,00 EUR anzusetzen (§§ 110a Abs. 2, 30 Abs. 2 KostO). Hinsichtlich des Antrags auf Erlass einer einstweiligen Anordnung im Rahmen eines Gewaltschutzverfahrens ist zu unterscheiden: - soll durch die einstweilige Anordnung die Benutzung der Wohnung geregelt werden, beträgt der Wert 2.000,00 EUR (§§ 64 b Abs. 3 FGG, 24 S. 2 und 3 RVG, 53 Abs. 2 S. 2 GKG) - ist die Benutzung des Hausrats zu regeln beträgt der Wert 1.200,00 EUR (§§ 64 b Abs. 3 FGG, 24 Abs. 2 und 3 RVG, 53 Abs. 2 S. 2 GKG) - ansonsten beläuft sich der Wert auf 500,00 EUR (§§ 64 b Abs. 3 FGG, 24 S. 1 und 3 RVG). Wird ein Rechtsanwalt sowohl mit dem Hauptsacheverfahren als auch mit dem Verfahren auf Erlass einer einstweiligen Anordnung befasst, ist jeweils ein eigener Wert für beide Verfahrensgegenstände festzusetzen (§ 17 Nr. 4 RVG). |
| Rechtsgebiete: | GewaltSchG, RVG, KostO, FGG, ZPO, GKG |
| Vorschriften: | GewaltSchG § 1, GewaltSchG § 2, RVG § 17 Nr. 4, RVG § 24, RVG § 24 S. 1, RVG § 24 S. 2, RVG § 24 S. 3, RVG § 33 Abs. 3, KostO § 30 Abs. 2, KostO § 100a, KostO § 100a Abs. 1, FGG § 64 b, FGG § 64 b Abs. 3, ZPO §§ 620 a ff, GKG § 53 Abs. 2 S. 2, |
| Verfahrensgang: | AG Sinzig 8 F 463/04 vom 17.01.2005 |
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