JuraForum.de > Urteile > OLG-KARLSRUHE > Urteil vom 26.09.2001, Aktenzeichen: 7 U 148/99
| Leitsatz: | 1. Die Beachtung der in § 11 Abs. 2 StVollzG geregelten Voraussetzungen für die Gewährung von Lockerungen im Strafvollzug stellt eine drittschützende Amtspflicht im Sinne des § 839 BGB dar. 2. Diese Amtspflicht ist verletzt, wenn die Entscheidung über die Gewährung von Vollzugslockerungen getroffen wurde, ohne dass eine ausreichende Abwägung der Gründe, die für oder gegen eine Vollzugslockerung sprechen, stattgefunden hat, weil gewichtige tatsächliche Umstände, die in diese Entscheidung einfließen mussten, nicht aufgeklärt worden sind. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. |
| Rechtsgebiete: | StVollzG, BGB, StGB, SGB X, ZPO |
| Vorschriften: | StVollzG § 2, StVollzG § 10, StVollzG § 11, StVollzG § 11 Abs. 2, BGB § 839, BGB § 839 Abs. 1, BGB § 844 Abs. 2, BGB § 844 Abs. 1, StGB § 57 Abs. 2, SGB X § 116 Abs. 1 S. 1, ZPO § 287, ZPO § 92 Abs. 1, ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 708 Nr. 10, ZPO § 711, |
| Verfahrensgang: | LG Karlsruhe 2 0 91/99 |
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