JuraForum.de > Urteile > OLG-KARLSRUHE > Urteil vom 26.03.2003, Aktenzeichen: 17 U 121/02
| Leitsatz: | 1. Die spontane Überlassung eines älteren Gebrauchtwagens zur kurzzeitigen Benutzung stellt nach den gesellschaftlichen Gepflogenheiten grundsätzlich eine Gefälligkeit ohne Rechtsbindungswillen und keine Leihe dar. 2. Ansprüche auf Ersatz des am überlassenen PKW entstandenen Schadens beurteilen sich daher nach Deliktsrecht, wobei eine analoge Anwendung der Verjährungsregelung des § 606 BGB regelmäßig ausscheidet. 3. Der Rückstufungsschaden in der Kfz-Haftpflichtversicherung stellt keinen nach § 823 Abs. 1 BGB ersatzpflichtigen Schaden dar, da er nicht auf eine Beschädigung des überlassenen PKW, sondern auf eine Beschädigung des unfallbeteiligten Drittfahrzeugs zurückzuführen ist. Auch § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. §§ 1 ff. StVO gewährt in diesen Fällen keinen Schadensersatzanspruch. |
| Rechtsgebiete: | BGB, StVO |
| Vorschriften: | BGB § 598, BGB § 606, BGB § 823 Abs. 1, BGB § 823 Abs. 2, StVO §§ 1 ff., |
| Verfahrensgang: | LG Karlsruhe 3 O 20/02 vom 24.05.2002 |
| Rechtskraft: | ja |
Um den Volltext vom OLG-KARLSRUHE – Urteil vom 26.03.2003, Aktenzeichen: 17 U 121/02 anzusehen, müssen Sie die Einzelentscheidung kaufen.
Sie lesen gerade das Thema "OLG-KARLSRUHE - 26.03.2003, 17 U 121/02" © JuraForum.de — 2003-2013
Kanzleinews einstellen | Sitemap | Kontakt | Team | Jobs | Werbung | Presse | Datenschutz | AGB | Impressum