JuraForum.de > Urteile > OLG-KARLSRUHE > Urteil vom 22.07.2003, Aktenzeichen: 8 U 33/03
| Leitsatz: | 1. Der Verbotszweck des Art 1 RBerG schließt den Schutz des Vertrauens einer Bank auf die Gültigkeit der ihr in notarieller Ausfertigung vorgelegten Treuhändervollmacht nach §§ 171-173 BGB nicht aus. 2. Eine Bank hatte vor der Veröffentlichung des Urteils des BGH vom 28. September 2000 (IX ZR 297/99- NJW 2001,70 ) keinen Anlass, die Nichtigkeit der notariellen Treuhändervollmacht wegen Verstoßes gegen das RBerG in Betracht zu ziehen und selbst die Gültigkeit zu überprüfen. 3. Der Rechtsschein der Gültigkeit der notariellen Treuhändervollmacht ist nicht dadurch zerstört, dass die Bank aus der Urkunde die Befugnis des Treuhänders zur Vertretung des Erwerbsinteressenten sogar vor Gerichten jedweder Art ersehen kann; denn sie darf sich auf die notarielle Gültigkeitsprüfung verlassen. |
| Rechtsgebiete: | RBerG, BGB, VerbrKrG, HwiG, GewO |
| Vorschriften: | RBerG Art 1 § 1 Abs. 1 Satz 1, BGB § 134, BGB § 171, BGB § 172, BGB § 173, VerbrKrG § 4 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1, HwiG § 1 Abs. 1 Nr. 1, HwiG § 1 Abs. 1 Nr. 2, GewO § 55, GewO § 56, |
| Verfahrensgang: | LG Mannheim 3 O 403/00 vom 23.01.2003 |
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