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JuraForum.deUrteileOLG-KARLSRUHEUrteil vom 14.02.2008, Aktenzeichen: 9 U 46/07 

OLG-KARLSRUHE – Aktenzeichen: 9 U 46/07

Urteil vom 14.02.2008


Leitsatz:1. Art. 82 Abs.1 und Abs.2 lit. c) CISG sind nicht in der Weise analog anzuwenden, dass der Verkäufer das Recht, die Vertragsaufhebung gemäß Art. 64 Abs.1 CISG zu erklären, deshalb verliert, weil der Käufer die Ware vor Vertragswidrigkeit (hier: Zahlungsverzug) weiterveräußert hat.

2. Wenn der Verkäufer dem Käufer eine zu kurze Frist zur Zahlung setzt, beginnt damit eine angemessene Nachfrist gemäß Art: 63 Abs. 1 CISG zu laufen.

3. Erklärt der Verkäufer die Vertragsaufhebung gemäß Art. 64 Abs.1 CISG, so kann er vom Käufer im Rahmen der Rückabwicklung der Leistungen den Nettovorteil aus der Weiterveräußerung der Ware in entsprechender Anwendung von Art. 84 Abs.2 lit. b) CISG beanspruchen.
Rechtsgebiete:CISG
Vorschriften:CISG Art. 63 Abs. 1, CISG Art. 64 Abs. 1 lit. b), CISG Art. 82 Abs. 1, CISG Art. 82 Abs. 2 lit. c), CISG Art. 84 Abs. 2 lit. b),
Verfahrensgang:LG Konstanz, 5 O 455/06 vom 24.01.2007

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