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JuraForum.deUrteileOLG-KARLSRUHEUrteil vom 12.09.2007, Aktenzeichen: 7 U 169/06 



OLG-KARLSRUHE – Aktenzeichen: 7 U 169/06

Urteil vom 12.09.2007


Leitsatz:1. Bei einer Teilnahme am allgemeinen Straßenverkehr kann nicht aus einer zugleich erfolgten Eigenschädigung prima facie geschlossen werden, dass der Schuldner in eigenen Angelegenheiten nicht sorgfältiger zu verfahren pflegt, denn der öffentliche Straßenverkehr kann seiner Natur nach keinen Spielraum für individuelle Sorglosigkeit oder persönliche Eigenarten und Gewohnheiten dulden.

2. Die erstmalige Erhebung der Verjährungseinrede im Berufungsrechtszug ist gemäß § 531 Abs. 2 ZPO unanhängig davon, ob die Tatsachen, auf die sich die Erhebung der Verjährungseinrede gründet, unstreitig sind, nicht zuzulassen (im Anschluss an BGH, Urteil vom 21.12.2005 - X ZR 165/04, BGHReport 2006, 599, 601/602 = MDR 2006, 766).
Rechtsgebiete:BGB, ZPO
Vorschriften:BGB § 277, BGB § 323 Abs. 1, BGB § 346 Abs. 2 Nr. 3, BGB § 346 Abs. 3 Nr. 3, BGB § 437 Nr. 2, BGB § 440 Satz 1, ZPO § 531 Abs. 2,
Verfahrensgang:LG Mannheim 3 O 379/05 vom 13.06.2006

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