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JuraForum.deUrteileOLG-KARLSRUHEUrteil vom 08.09.2005, Aktenzeichen: 8 U 57/05 



OLG-KARLSRUHE – Aktenzeichen: 8 U 57/05

Urteil vom 08.09.2005


Leitsatz:1. Dem Schriftformerfordernis (hier: § 550 BGB) wird genügt, wenn ein Gesamtvertreter einen Vertrag im Einverständnis des weiteren Gesamtvertreters für seine Vertragspartei mit einem Vertretungszusatz wie " ppa." unterschreibt. Es bedarf daneben keines weiteren Vertretungszusatzes, um kenntlich zu machen, dass er auch für den weiteren Gesamtvertreter unterzeichnet.

2. Die Vereinbarung der Schriftform für nachträgliche Änderungen und Ergänzungen des Vertrags durch eine sog. doppelte oder qualifizierte Schriftformklausel ist nicht gem. §§ 4,9 AGBG (nunmehr: §§ 305b,307 BGB) unwirksam, wenn sie Bestandteil eines langfristigen Immobilienmietvertrags ist und beide Seiten im Hinblick auf das Schriftformerfordernis des § 550 BGB daran interessiert sind, die lange Bindung zu erhalten (im Anschluss an OLG Rostock, OLGR 2003, 78 und KG, MDR 200,1241).
Rechtsgebiete:BGB, AGBG
Vorschriften:BGB § 126, BGB § 550, AGBG § 4, AGBG § 9,
Verfahrensgang:LG Heidelberg 11 O 118/04 KfH vom 08.02.2005

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