JuraForum.de > Urteile > OLG-HAMM > Urteil vom 13.05.2005, Aktenzeichen: 9 U 18/05
| Leitsatz: | Falsche Angaben eines vermeintlichen Zeugen, die einer Partei eines arbeitsgerichtlichen Rechtsstreits dazu verhelfen sollen, einen Prozessvergleich wirksam anzufechten, können als sittenwidrige Schädigung der anderen Partei des Arbeitsgerichtsverfahrens Schadensersatzansprüche (hier: wegen weiterer Anwaltskosten bei Fortsetzung des Arbeitsrechtsstreits) begründen. Die Regelung des § 12 a Abs. 1 ArbGG (kein Kostenerstattungsanspruch der obsiegenden Partei) entlastet den sittenwidrigen Schädiger nicht. |
| Rechtsgebiete: | BGB, ZPO, ArbGG, BRAGO |
| Vorschriften: | BGB § 826, ZPO § 418 Abs. 1, ArbGG § 12 a Abs. 1, BRAGO § 13 Abs. 2, BRAGO § 31 Abs. 1, |
| Stichworte: | sittenwidrige Schädigung, Zeugen, Anfechtung, Prozeßvergleich, Kostenerstattungsanspruch, |
| Verfahrensgang: | LG Paderborn 2 O 406/04 vom 19.10.2004 |
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