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JuraForum.deUrteileOberlandesgericht HamburgVerkündungsdatum08 / 2002 

Oberlandesgericht Hamburg

Entscheidungen 08 / 2002



Insgesamt sind 9 Entscheidungen vorhanden, angezeigt werden die Entscheidungen 1 bis 4:


OLG-HAMBURG – Urteil, 3 U 236/01 vom 29.08.2002

Rechtsgebiete:LMBG, UWG
Leitsatz:1. Die Werbeangaben "Für alle, die ihren deutlich erhöhten Cholesterinspiegel aktiv senken wollen" sowie "Für Menschen mit deutlich erhöhtem Cholesterinspiegel" für ein Streichfett (diätetisches Lebensmittel) mit cholesterinsenkender Wirkung sind unzulässig (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 LMBG). Auch der Hinweis auf Krankheitssymptome kann einen Krankheitsbezug herstellen, das ist vorliegend jeweils wegen der Angabe "deutlich erhöht" der Fall, weil erhöhte LDL-Cholesterinwerte ein bedeutsamer Risikofaktor vor allem für Koronarerkrankungen sind. Die Werbebeschränkung gemäß § 18 LMBG verstößt wegen des vorrangigen Gesundheitsschutzes nicht gegen Art. 12 GG.

2. Weder die Etikettierungs-Richtlinie 79/112/EWG noch die Diät-Rahmenrichtlinie 89/398/EWG stehen dem Verbot entgegen, von einem abweichenden Krankheitsbegriff ist insoweit nicht auszugehen.

3. Der Umstand, dass der Herstteller des Streichfetts wegen einer Entscheidung der EU-Kommission gehalten ist, auf die cholesterinsenkende Bestimmung des Lebensmittels auch in der Werbung hinzuweisen, rechtfertigt die beanstandeten Angaben jeweils zum "deutlich erhöhten" Cholesterinspiegel nicht.
Volltext: OLG-HAMBURG - Urteil, 3 U 236/01



OLG-HAMBURG – Urteil, 3 U 25/02 vom 29.08.2002

Rechtsgebiete:LMBG, UWG
Leitsatz:1. Die Werbeangabe: "Ich konnt's kaum glauben, aber mein Cholesterin ist deutlich runter gegangen" (hier: durch Wiedergabe von Äußerungen Dritter im Sinne des § 18 Abs. 1 Nr. 4 LMBG) für ein Streichfett mit cholesterinsenkender Wirkung ist schon nach § 18 Abs. 1 Nr. 1 LMBG unzulässig.

Auch der Hinweis auf Krankheitssymptome kann einen Krankheits bezug herstellen, das ist vorliegend jeweils wegen der Angabe "deutlich runter gegangen" der Fall, weil demgemäß erhöhte LDL-Cholesterinwerte ein bedeutsamer Risikofaktor vor allem für Koronarerkrankungen sind.

2. Weder die Etikettierungs-Richtlinie 79/112/EWG noch die Diät-Rahmenrichtlinie 89/398/EWG stehen dem Verbot entgegen. Der Umstand, dass der Hersteller des Streichfetts wegen einer Entscheidung der EU-Kommission gehalten ist, auf die cholesterinsenkende Bestimmung des Lebensmittels auch in der Werbung hinzuweisen, rechtfertigt die beanstandete Angabe zur "deutlichen" Senkung nicht.
Volltext: OLG-HAMBURG - Urteil, 3 U 25/02

OLG-HAMBURG – Beschluss, 3 W 78/02 vom 27.08.2002

Rechtsgebiete:BGB
Leitsatz:Die Domain "verona.tv" verletzt die Rechte von Verona Feldbusch.
Volltext: OLG-HAMBURG - Beschluss, 3 W 78/02

OLG-HAMBURG – Beschluss, 2 Wx 4/99 vom 23.08.2002



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