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JuraForum.deUrteileOLG-HAMBURGUrteil vom 24.08.2006, Aktenzeichen: 3 U 22/06 



OLG-HAMBURG – Aktenzeichen: 3 U 22/06

Urteil vom 24.08.2006


Leitsatz:Die Arzneimittelwerbung für eine nicht zugelassene Indikation (§ 3 a Satz 2 HWG) setzt voraus, dass die Werbung als eine solche für ein Anwendungsgebiet verstanden wird und nicht bloß zusätzliche Wirkungen des Mittels beschrieben werden.

Wird ein Arzneimittel einschränkungslos zur "Therapie der postmenopausalen Osteoporose" beworben, so geschieht das außerhalb der Zulassung, wenn das Arzneimittel nicht generell, sondern (nur) zur Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen "zur Reduktion des Risikos von vertebralen Frakturen", d. h. im Bereich der Wirbel der Wirbelsäule, zugelassen ist.
Rechtsgebiete:HWG, UWG
Vorschriften:HWG § 3 a Satz 2, UWG § 3, UWG § 4 Nr. 11, UWG § 8,
Verfahrensgang:LG Hamburg 312 O 745/05 vom 29.11.2005

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