JuraForum.de > Urteile > OLG-HAMBURG > Urteil vom 19.08.2004, Aktenzeichen: 3 U 94/03
| Leitsatz: | 1. Der Parallelimporteur verletzt die Markenrechte des Arzneimittelherstellers, wenn die markenrechtlich geschützte Bezeichnung beim EU-Parallelimport unter Markenersetzung im Inland verwendet wird, soweit die Markenersetzung nicht erforderlich ist (gemäß den Grundsätzen zur künstlichen Marktabschottung: Art. 28, 30 EG). 2. Die objektiv zu bestimmende "Zwangslage" zur Markenersetzung kann sich aus dem Verbietungsrecht einer Drittmarke ergeben, aber nicht schon aus dem Hinweis des Inhabers der Drittmarke, eine Lizenzvereinbarung sei verhandelbar, wenn ungeklärt bleibt, ob mit einem Verbot und seiner Geltendmachung zu rechnen ist. |
| Rechtsgebiete: | MarkenG, BGB, EG |
| Vorschriften: | MarkenG § 14, MarkenG § 19, MarkenG § 30 Abs. 3, BGB § 242, EG Art. 28, EG Art. 30, |
| Verfahrensgang: | LG Hamburg 312 O 37/03 vom 20.05.2003 |
| Rechtskraft: | ja |
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