JuraForum.de > Urteile > OLG-HAMBURG > Beschluss vom 21.11.2008, Aktenzeichen: 3 U 191/06
| Leitsatz: | Die Fernsehwerbung für Sportwetten im Internet, deren Angebot mangels inländischer Erlaubnis dem § 284 StGB unterfiel, war in der Übergangszeit zwischen Verkündung des Urteils des BVerfG vom 28.3.2006 (Az. 1 BvR 1054/01, BVerfGE 115, 276) und dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags am 1. Januar 2008 nicht im Sinne der §§ 3, 4 Nr. 11 UWG unlauter. Der wettbewerbsrechtlichen Anwendung des § 284 Abs. 4 StGB auf eine am 11.6.2006 erfolgte Werbung steht die auch in der Übergangszeit fortbestehende Gemeinschaftsrechtswidrigkeit der Regelungen zum staatlichen Glücksspielmonopol in der F.u.H.H. entgegen. |
| Rechtsgebiete: | EG, GG, StGB, UWG |
| Vorschriften: | EG Art. 43, EG Art. 49, GG Art. 12 Abs. 1, StGB § 284, UWG § 3, UWG § 4 Nr. 11, |
| Verfahrensgang: | LG Hamburg, 315 O 484/06 |
| Rechtskraft: | ja |
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