JuraForum.de > Urteile > OLG-HAMBURG > Beschluss vom 17.11.2008, Aktenzeichen: 3 Vollz (Ws) 64/08
| Leitsatz: | 1. Die Ablehnung oder nur eingeschränkte Bewilligung von Prozesskostenhilfe im gerichtlichen Strafvollzugsverfahren wegen fehlender bzw. nur eingeschränkter Bedürftigkeit des Antragstellers ist mit der sofortigen Beschwerde nach § 127 Abs. 2 Satz 2 ZPO, 120 Abs. 2 StVollzG anfechtbar. Einer Mindestbeschwer bedarf es nicht. Die Frist zur Einlegung der sofortigen Beschwerde beträgt nach § 127 Abs. 2 Satz 3 ZPO einen Monat. 2. Bei der Bestimmung des nach § 115 Abs. 2 ZPO anzusetzenden Einkommens ist anstelle des - um 10 % erhöhten - allgemeinen Freibetrages nach § 115 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2a ZPO nur ein Freibetrag in Höhe des - um 10 % erhöhten - Taschengeldanspruches für bedürftige Strafgefangene (§ 48 HmbStVollzG, früher § 46 StVollzG) oder Sicherungsverwahrte (§ 98 Abs. 2 HmbStVollzG, früher § 133 Abs. 2 StVollzG) abzuziehen. |
| Rechtsgebiete: | ZPO, StVollzG, HmbStVollzG |
| Vorschriften: | ZPO § 115 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2a, ZPO § 127 Abs. 2 Satz 2, ZPO § 127 Abs. 2 Satz 3, StVollzG § 120 Abs. 2, HmbStVollzG § 1, HmbStVollzG § 131 Nr. 3, |
| Verfahrensgang: | LG Hamburg, 605 Vollz 114/08 vom 09.10.2008 |
Um den Volltext vom OLG-HAMBURG – Beschluss vom 17.11.2008, Aktenzeichen: 3 Vollz (Ws) 64/08 anzusehen, müssen Sie die Einzelentscheidung kaufen.
"OLG-HAMBURG - 17.11.2008, 3 Vollz (Ws) 64/08" © JuraForum.de — 2003-2012
Kanzleinews einstellen | Sitemap | Kontakt | Team | Jobs | Werbung | Presse | Datenschutz | AGB | Impressum