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JuraForum.deUrteileOLG-FRANKFURTUrteil vom 18.12.2008, Aktenzeichen: 16 U 76/08 



OLG-FRANKFURT – Aktenzeichen: 16 U 76/08

Urteil vom 18.12.2008


Leitsatz:1. Für die Klage eines Verbraucherschutzverbandes auf Unterlassung der Verwendung von Vertragsklauseln nach dem UKlaG ist die Zuständigkeit deutscher Gerichte nach Art. 5 Nr. 3 EuGVVO gegeben.

2. Eine Klausel in einem Flugtransportvertrag über eine Personenbeförderung, wonach ein Passagier seines Weitertransportanspruchs verlustig geht, wenn er nicht alle Flugcoupons in der vorgesehenen Reihenfolge abfliegt, ist unwirksam, weil sie den Passagier unangemessen benachteiligt. Sie weicht von wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung ab, weil das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung gestört wird. Bei dieser Klausel handelt es sich auch um eine unzulässige Vertragsstrafe im Sinne von § 308 Nr. 6 BGB.
Rechtsgebiete:BGB, EuGVVO, UKlaG
Vorschriften:BGB § 307, BGB § 308, BGB § 309, EuGVVO § 5, UKlaG § 4,
Stichworte:Fluggesellschaft, Flugticket, Ticket, AGB, Klausel, Cross-Border-Selling, Überkreuzbuchen, Inhaltskontrolle, Benachteiligung,
Verfahrensgang:LG Frankfurt am Main, 2-02 O 243/07

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