JuraForum.de > Urteile > OLG-FRANKFURT > Urteil vom 02.10.2001, Aktenzeichen: 5 U 31/2000
| Leitsatz: | Der Gesellschafter einer GmbH kann auch noch im Liquidationsstadium aus wichtigem Grund aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Jedoch muss bei der Beurteilung, ob ein wichtiger Grund die Ausschließung noch rechtfertigt, der umgewandelte Gesellschaftszweck, der in der Regel in der reibungslosen Durchführung der Liquidation besteht, in die Betrachtung einbezogen werden. Sofern nicht die ernsthafte Absicht und Möglichkeit zur Fortführung besteht, muss der in der Person des Gesellschafters liegende Grund deshalb so beschaffen sein, dass sein Verbleiben in der Gesellschaft deren ordnungsgemäße Abwicklung unmöglich machen oder unvertretbar erschweren würde. |
| Rechtsgebiete: | HGB, GmbHG, ZPO |
| Vorschriften: | HGB § 140, GmbHG § 7 Abs. 1, GmbHG § 66 Abs. 1, ZPO § 246, ZPO § 713, ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 708 Nr. 10, ZPO § 546 Abs. 2 Satz 1, |
| Verfahrensgang: | LG Frankfurt am Main 3/5 O 195/96 vom 15.02.2000 |
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