JuraForum.de > Urteile > OLG-FRANKFURT > Beschluss vom 13.12.2002, Aktenzeichen: 20 W 408/02
| Leitsatz: | 1) Bei streitigen FGG-Verfahren (WEG-Verfahren) findet § 176 ZPO a. F.= 172 ZPO n. F. entsprechende Anwendung. 2) Belehrt ein Verfahrensbevollmächtigter seinen Mandanten nicht über die Form der Rechtsmitteleinlegung, muss sich das der Mandant nach § 22 Abs. 2 Satz 2 FGG als Verschulden zurechnen lassen, das eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Fristversäumnis ausschließt. In einem solchen Fall beruht die Fristversäumnis nicht ursächlich auf der fehlenden, nach dem Beschluss des BGH vom 02.05.2002 -V ZB 36/01- (FGPrax 2002, 166) erforderlichen Rechtsmittelbelehrung |
| Rechtsgebiete: | WEG, FGG, ZPO |
| Vorschriften: | WEG § 45 Abs. 1, FGG § 29 Abs. 4, FGG § 22 Abs. 2, FGG § 10 Abs. 1, ZPO § 176 a.F., ZPO § 172 Abs. 1 n.F., |
| Stichworte: | Rechtsmittelbelehrung, Wiedereinsetzung, Verschulden des Verfahrensbevollmächtigten, |
| Verfahrensgang: | LG Wiesbaden 4 T 362/02 vom 07.10.2002 AG Wiesbaden 61 UR II 122/01 |
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