JuraForum.de > Urteile > OLG-FRANKFURT > Beschluss vom 09.08.2004, Aktenzeichen: 9 U 44/04
| Leitsatz: | 1. Die Wiedereinsetzungsgründe müssen gemäß § 236 II ZPO im Antrag bezeichnet werden. Dabei müssen diese Angaben hinreichend substantiiert sein. 2. Eines Hinweises des Gerichts auf Mängel des Wiedereinsetzungsgesuchs bedarf es grundsätzlich nicht, da ein Nachschieben oder Nachholen von relevanten Angaben nach Ablauf der Wiedereinsetzungsfrist nach § 234 I ZPO unzulässig ist. 3. Es stellt einen Organisationsmangel dar, wenn der Anwalt sein Büropersonal nicht anweist, bei Berufungsbegründungsfristen eine Vorfrist einzutragen. |
| Rechtsgebiete: | ZPO |
| Vorschriften: | ZPO § 236, |
| Stichworte: | Wiedereinsetzung, Organisationsverschulden, Büropersonal, Substantiierung, |
| Verfahrensgang: | LG Wiesbaden 7 O 321/03 |
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