JuraForum.de > Urteile > OLG-FRANKFURT > Beschluss vom 07.06.2004, Aktenzeichen: 20 W 39/04
| Leitsatz: | Will das Landgericht im Verfahren zur Anweisung des Standesbeamten zur Entgegennahme der Eheanmeldung in Abweichung von der tatrichterlichen Würdigung des Amtsgerichts die bisherigen Angaben der Antragsteller und deren Glaubwürdigkeit im Sinne einer Offenkundigkeit der fehlenden Absicht zur Begründung einer ehelichen Lebensgemeinschaft werten, so setzt dies nach § 12 FGG in aller Regel die Verschaffung eines eigenen Eindrucks durch deren persönliche Anhörung voraus. |
| Rechtsgebiete: | BGB, FGG, PStG |
| Vorschriften: | BGB § 1310 I 2, BGB § 1314 II, BGB § 1353, FGG § 12, PStG § 48, PStG § 49, |
| Stichworte: | Standesbeamter, Mitwirkung, Eheschließung, Anhörung, Scheinehe, Eheaufhebungsgrund, |
| Verfahrensgang: | LG Frankfurt 2/9 T 619/03 vom 16.01.2004 AG Frankfurt 44 UR III KAR 155/03 |
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