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JuraForum.deUrteileOLG-DUESSELDORFBeschluss vom 27.01.2009, Aktenzeichen: I-3 Va 8/08 



OLG-DUESSELDORF – Aktenzeichen: I-3 Va 8/08

Beschluss vom 27.01.2009


Leitsatz:1. Ein Bescheid der Insolvenzrichter des Amtsgerichts, der den Antrag eines Rechtsanwalts (zugleich vereidigter Buchprüfer Fachanwalt für Steuerrecht und seit 1999 hauptberuflich als Insolvenzverwalter tätig) auf Aufnahme in die Vorauswahlliste der Insolvenzverwalter/Treuhänder allein deshalb ablehnt, weil der Antragsteller im Zuständigkeitsbereich des Insolvenzgerichtes (Landgerichtsbezirk W) kein Büro unterhalte, ist rechtswidrig.

2. Die zur organisatorischen Sicherstellung der Insolvenzabwicklung erforderliche und daher als Auswahlkriterium grundsätzlich nicht zu beanstandende "örtliche Erreichbarkeit" bzw. "Ortsnähe" lässt sich jedenfalls nicht schon bei einer Fahrzeit von 20 bis 30 Minuten verneinen.
Rechtsgebiete:InsO, EGGVG, AGVwGO
Vorschriften:InsO § 56 Abs. 1 Satz 2, EGGVG §§ 23 ff., EGGVG § 24, EGGVG § 29 Abs. 2, AGVwGO § 5,

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