JuraForum.de > Urteile > OLG-DUESSELDORF > Beschluss vom 02.08.2002, Aktenzeichen: 2a Ss (OWi) 151/02 - (OWi) 50/02 II
| Leitsatz: | 1. Die Verantwortung für die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften gemäß § 15 SGB VII trägt der "Unternehmer" i. S. v. § 136 Abs. 3 Nr. 1 SGB VII. 2. Ist "Unternehmer" eine GmbH, so trifft die Verantwortlichkeit gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 1 OWiG grundsätzlich den Geschäftsführer, nicht den Gesellschafter. 3. Übt ein Gesellschafter der GmbH tatsächlich (ggf. neben dem bestellten Geschäftsführer) die Funktion eines Geschäftsführers aus, so kann er als "faktischer Geschäftsführer" bei einem Verstoß gegen die Unfallverhütungsvorschriften gemäß § 209 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII zur Verantwortung gezogen werden. |
| Rechtsgebiete: | SGB VII, OWiG |
| Vorschriften: | SGB VII § 21 Abs. 1, SGB VII § 136 Abs. 3 Nr. 1, SGB VII § 209 Abs. 1 Nr. 1, OWiG § 9 Abs. 1 Nr. 1, OWiG § 9 Abs. 3, |
| Verfahrensgang: | AG Wuppertal vom 14.12.2001 |
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