JuraForum.de > Urteile > OLG-DRESDEN > Urteil vom 31.01.2001, Aktenzeichen: 8 U 1339/00
| Leitsatz: | Die Zustellung eines Mahnbescheids erst mehrere Wochen oder Monate nach Ablauf der zu wahrenden Frist kann noch als "demnächst" gelten, wenn der Antragsteller alles ihm Zumutbare für die alsbaldige Zustellung getan hat. Das ist nicht der Fall, wenn es sein Prozessbevollmächtigter unterließ, spätestens binnen zwei Wochen die Zustellung unter den ihm bekannten Anschriften der geschäftsführenden Gesellschafter einer OHG zu beantragen, in deren Geschäftslokal Zustellversuche mehrfach gescheitert waren. Die mündliche Mitteilung der Wohnanschriften genügt den Formanforderungen des § 690 Abs. 2 ZPO an die Änderung des Mahnbescheidsantrages nicht. |
| Rechtsgebiete: | AGBG, HGB, ZPO, BGB |
| Vorschriften: | AGBG § 9, HGB §§ 87 ff., HGB § 87a Abs. 4, HGB § 88, HGB § 92 Abs. 2, HGB § 92 Abs. 3, HGB § 92 Abs. 4, HGB § 128, ZPO § 85 Abs. 2, ZPO § 181, ZPO § 182, ZPO § 183, ZPO § 184 Abs. 2, ZPO § 187, ZPO § 690 Abs. 2, ZPO § 690 Abs. 1 Nr. 3, ZPO § 693 Abs. 2, BGB § 209 Abs. 2 Nr. 1, |
| Verfahrensgang: | LG Leipzig 15 O 8832/99 vom 13.04.2000 |
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