JuraForum.de > Urteile > OLG-DRESDEN > Urteil vom 28.04.1999, Aktenzeichen: 8 U 203/99
| Leitsatz: | Leitsatz HWiG § 1 Abs. 1 Nr. 2; AGBG §§ 1 Abs. 1 S. 1, 9 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1; BGB §§ 295 S. 1, 320 Abs. 1 S. 1, 322 Abs. 1 1. Die Messe "Haus Garten Freizeit '97" in Leipzig ist - anders als die "Mittelsachsenschau Riesa" des Jahres 1994 (Senat, NJW-RR 1997, 1346 = OLGR Dresden 1997, 243) - keine Freizeitveranstaltung im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 2 HWiG. 2. Lässt der Verkäufer seine Abschlussgehilfen in die Vertragsformulare in einer Vielzahl von Fällen zusätzlich aufnehmen, dass der Käufer vorab umgerechnet 30 % "Bereitstellungskosten" zu zahlen hat, liegt der Schluss auf den vorformulierten Charakter der handschriftlichen Einfügungen und damit auf Allgemeine Geschäftsbedingungen nahe (Festhaltung Senat, OLGR Dresden 1998, 426 = BB 1999, 228 mit Anm. Thamm; Anschluss BGH ZIP 1999, 711, z.V. in BGHZ bestimmt). 3. Eine Klausel, die den Käufer eines Heizungsbausatzes zur Anzahlung von 30 % des Kaufpreises vor Lieferung verpflichtet, ist gemäß § 9 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 AGBG unwirksam. 4. Vor Zug um Zug zu bewirkender Übereignung der Kaufsache stehen dem Verkäufer Verzugszinsen nur dann zu, wenn er seine Gegenleistung dem Käufer in einer den Annahmeverzug begründenden Weise angeboten hat. OLG Dresden, 8. Zivilsenat, Urteil vom 28. April 1999, Az: 8 U 203/99 |
| Rechtsgebiete: | HWiG, AGBG, BGB |
| Vorschriften: | HWiG § 1 Abs. 1 Nr. 2, AGBG § 1 Abs. 1 S. 1, AGBG § 9 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1, BGB § 295 S. 1, BGB § 320 Abs. 1 S. 1, BGB § 322 Abs. 1, |
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