JuraForum.de > Urteile > OLG-DRESDEN > Urteil vom 18.04.2002, Aktenzeichen: 7 U 1722/01
| Leitsatz: | Der Auftraggeber eines Bauvorhabens darf in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht verlangen, dass der Auftragnehmer als Sicherheit für die Vertragserfüllung eine "Bürgschaft auf erstes Anfordern" stellt. Dies gilt umso mehr, wenn gleichzeitig eine Erfüllungsbürgschaft von 10 % der Bruttoauftragssumme verlangt wird, während sie üblicherweise nur für 5 % der Auftragssumme gestellt wird. Das Zusammenspiel dieser Regelungen enthält eine so erhebliche Abweichung zu Lasten des Auftragnehmers von den Regelungen in § 17 VOB/B, dass sie gemäß § 9 Abs. 1 AGBG wegen unangemessener Benachteiligung entgegen den Geboten von Treu und Glauben unwirksam sind. |
| Rechtsgebiete: | AGBG, VOB/B, BGB, EGBGB, ZPO |
| Vorschriften: | AGBG § 1, AGBG § 9, AGBG § 1 Abs. 1, AGBG § 9 Abs. 1, VOB/B § 17, VOB/B § 8 Nr. 1, VOB/B § 9 Nr. 1a, VOB/B § 8 Nr. 1 Abs. 1, VOB/B § 8 Nr. 1 Abs. 2, VOB/B § 9 Nr. 3 Satz 2, VOB/B § 16 Nr. 1 Abs. 1, BGB § 320, BGB § 641, BGB § 632a, BGB § 324 Abs. 1 Satz 1, BGB § 324 Abs. 1 Satz 2 a.F., EGBGB § 5 Satz 1, ZPO § 304, ZPO § 543 Abs. 2, |
| Verfahrensgang: | LG Dresden 43 O 0650/00 |
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