JuraForum.de > Urteile > OLG-DRESDEN > Urteil vom 08.09.1999, Aktenzeichen: 8 U 2048/99
| Leitsatz: | Tierhalterhaftung bei Verletzung eines Familienangehörigen 1. Lebt der verletzte Arbeitnehmer mit dem als Tierhalter haftenden Familienangehörigen in häuslicher Gemeinschaft, ist der gesetzliche Forderungsübergang gemäß § 6 Abs. 1 EFZG auf den Arbeitgeber, der dem Geschädigten nach § 3 Abs. 1 EFZG Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall leistet, in entsprechender Anwendung von § 67 Abs. 2 VVG ausgeschlossen (Fortführung BGHZ 66, 104 zu § 4 Abs. 1 LFZG a.F.). 2. Die so genannte Haftungsablösung gemäß § 104 Abs. 1 SGB VII (entspricht § 636 Abs. 1 RVO a.F.) greift nicht ein, wenn der Vater des privaten Hundehalters aus Gefälligkeit die kurzzeitige Aufsicht über den Hund übernimmt und dabei von diesem verletzt wird. OLG Dresden, 8. Zivilsenat, Urteil vom 8. September 1999, Az. 8 U 2048/99 |
| Rechtsgebiete: | BGB, ZPO, EFZG, LFZG, VVG, SGB X, RVO, StVG, SGB VII |
| Vorschriften: | BGB § 833, BGB § 833 Satz 1, BGB § 842, BGB § 833 Satz 2, BGB § 834, BGB § 683, BGB § 670, ZPO § 303 Abs. 1, ZPO § 304 Abs. 1, ZPO § 321 Abs. 1, ZPO § 321 Abs. 2, EFZG § 6 Abs. 1, EFZG § 3 Abs. 1 Satz 1, LFZG § 4 Abs. 1, VVG § 67 Abs. 1, VVG § 67 Abs. 2, SGB X § 116 Abs. 1, RVO § 1542, RVO § 539, RVO § 636, RVO § 539 Abs. 1 Nr. 1, StVG § 8, SGB VII § 104 Abs. 1 Satz 1, SGB VII § 2, |
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