JuraForum.de > Urteile > OLG-DRESDEN > Beschluss vom 19.03.2002, Aktenzeichen: 7 W 1944/01
| Leitsatz: | 1. Die Stundensätze des § 1 Abs. 1 BVormVG haben den Charakter einer Orientierungshilfe und einer Mindestvergütung auch für die Vergütung des Nachlasspflegers bei vermögendem Nachlass (Anschluss an BGH, Beschluss vom 31.08.2000, NJW 2000, 3709 = M 2001, 91). 2. Sie sind jedoch als Mindestvergütung nicht im Regelfall angemessen, sondern nur im Falle der einfachen Nachlassabwicklung (Abgrenzung zu BGH, a.a.O.). 3. Im Falle eines nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BVormVG qualifizierten Nachlasspflegers eines vermögenden Nachlasses sind im Beitrittsgebiet Stundensätze von 54 DM (ab 01.01.2002 27,9 Euro) für die einfache, von 67,5 DM (ab 01.01.2002 34,2 Euro) für die mittelschwere und von 81 DM (ab 01.01.2002 41,4 Euro) für die schwierige Nachlassabwicklung regelmäßig angemessen. |
| Rechtsgebiete: | BVormVG, FGG, BGB, KostO |
| Vorschriften: | BVormVG § 1 Abs. 1, BVormVG § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2, FGG § 27 Abs. 1, FGG § 29 Abs. 1, FGG § 29 Abs. 2, FGG § 56g Abs. 5, BGB § 1836a, BGB § 1836 Abs. 2, BGB § 1915 Abs. 1, BGB § 1836 Abs. 1 Satz 2, BGB § 1836 Abs. 2 Satz 2, BGB § 1908i Abs. 1 Satz 1, KostO § 131 Abs. 2, KostO § 30 Abs. 1, KostO § 131 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, |
| Verfahrensgang: | LG Dresden 2-T-0938/01 |
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