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JuraForum.deUrteileOberlandesgericht CelleVerkündungsdatum05 / 2006 

Oberlandesgericht Celle

Entscheidungen 05 / 2006



Insgesamt sind 12 Entscheidungen vorhanden, angezeigt werden die Entscheidungen 1 bis 4:


OLG-CELLE – Urteil, 7 U 252/05 vom 31.05.2006

Rechtsgebiete:BGB
Schlagworte:Tierkauf
Leitsatz:1. Bei Warmblut-Reitpferden stellen sklerotische Veränderungen der Wirbelsäule als solche - ohne in Erscheinung tretende Beschwerden keinen Sachmangel gemäß § 434 I BGB dar.

2. Für eine nach Übergabe erstmals auftretende Rückensymptomatik (Schmerzempfindlichkeit, muskuläre Verspannungen) gilt von der Art des Mangels her die Vermutung des § 476 BGB nicht.
Volltext: OLG-CELLE - Urteil, 7 U 252/05



OLG-CELLE – Urteil, 3 U 14/06 vom 31.05.2006

Rechtsgebiete:BGB, HGB
Schlagworte:Rechtsanwaltshaftung, Treuhandvertrag, Scheinsozietät, Einzelmandat
Leitsatz:Das Mitglied einer Scheinsozietät haftet nicht für Vertragsverletzungen aus einem Treuhandvertrag, wenn der vom sachbearbeitenden Rechtsanwalt übernommene Treuhandauftrag keine anwaltstypische Tätigkeit darstellt.

Eine anwaltstypische Tätigkeit liegt dann nicht vor, wenn es dem Mandanten bei Abschluss des Treuhandvertrages ersichtlich nur auf die reine Vermögensbetreuung ankam und mit dem Treuhandvertrag keine rechtsberatenden Tätigkeiten verbunden sind bzw. diese derartig in den Hintergrund treten, dass ihnen keine eigenständige Bedeutung zukommt.
Volltext: OLG-CELLE - Urteil, 3 U 14/06

OLG-CELLE – Urteil, 16 U 123/05 vom 23.05.2006

Rechtsgebiete:BGB
Schlagworte:Sachverständigenpflichten bei Autoverwertung
Leitsatz:1. Der nach einem Verkehrsunfall mit der Erstellung eines Restwertgutachtens beauftragte Sachverständige ist nicht verpflichtet, Angebote der sog. Online-Börse einzuholen, da der Geschädigte selbst das Fahrzeug auf diesem Markt nicht anzubieten braucht (BGH, Report 2005, 1517).

2. Die Schutzwirkung des Sachverständigenauftrages zugunsten der Versicherung des Unfallgegners erweitert die Pflichten des Gutachters nicht.

3. Nur wenn der Geschädigte ausdrücklich mitteilt, den Schaden (teilweise) selbst tragen zu müssen, hat der Sachverständige ihm auch Verkaufsmöglichkeiten auf dem Online-Markt aufzuzeigen.
Volltext: OLG-CELLE - Urteil, 16 U 123/05

OLG-CELLE – Urteil, 14 U 240/05 vom 23.05.2006

Rechtsgebiete:BGB
Schlagworte:Architektenvertrag
Leitsatz:Beweispflichtig für das Zustandekommen eines Architektenvertrags ist der Architekt. Darauf, ob Architektenleistungen üblicherweise nur entgeltlich erbracht werden, kommt es nicht an. Die Vermutung des § 632 Abs. 1 BGB, wonach eine Vergütung als vereinbart gilt, wenn die Herstellung des Werks den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist, bezieht sich nur auf die Entgeltlichkeit eines erteilten Auftrags, nicht auf die Auftragserteilung. Entscheidend ist allein, ob auf das Zustandekommen eines Architektenvertrags gerichtete übereinstimmende Willenserklärungen mit entsprechendem Bindungswillen festzustellen sind.
Volltext: OLG-CELLE - Urteil, 14 U 240/05


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