JuraForum.de > Urteile > NIEDERSAECHSISCHES-OVG > Urteil vom 18.07.2006, Aktenzeichen: 11 LB 264/05
| Leitsatz: | 1. Kurden unterliegen in keinem Landesteil der Türkei einer gruppengerichteten Verfolgung. 2. Kurdische Volkszugehörige, die einer Zusammenarbeit mit der PKK oder sonstiger herausgehobener separatistischer bzw. terroristischer Aktivitäten konkret verdächtigt werden, können aber trotz des Reformprozesses in der Türkei nach wie vor einer individuellen politischen Verfolgung ausgesetzt sein (hier verneint). 3. Auch wenn die Zahl asylerheblicher sippenhaftähnlicher Maßnahmen in der Türkei insgesamt zurückgegangen ist, ist es nicht auszuschließen, dass solche in Einzelfällen weiterhin drohen. |
| Rechtsgebiete: | AufenthG, GG |
| Vorschriften: | AufenthG § 60 I, AufenthG § 60 II, AufenthG § 60 V, AufenthG § 60 VII, GG Art. 16 a, |
| Stichworte: | Fisleme, Gruppenverfolgung, Kurden, Politische Verfolgung, Rückkehrgefährdung, Sippenhaftähnliche Maßnahmen, Suchlisten, Türkei, Volkszugehörigkeit, Wirtschaftliches Existenzminimum, |
| Verfahrensgang: | VG Stade 4 A 1745/03 vom 18.05.2005 |
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