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JuraForum.deUrteileLandesarbeitsgericht Schleswig-HolsteinVerkündungsdatum12 / 2008 

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein

Entscheidungen 12 / 2008



Insgesamt sind 12 Entscheidungen vorhanden, angezeigt werden die Entscheidungen 9 bis 12:


LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Beschluss, 1 Ta 159/08 vom 09.12.2008

Rechtsgebiete:ZPO, SGB XII
Schlagworte:Prozesskostenhilfe, Versagung, Vermögen (einzusetzendes), Sparguthaben, Treuhänder
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Beschluss, 1 Ta 159/08



LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Urteil, 5 Sa 286/08 vom 09.12.2008

Rechtsgebiete:AGG
Schlagworte:Entschädigungszahlung, Altersdiskriminierung, Anforderungsprofil, Geeignetheit, Ernsthaftigkeit der Bewerbung
Leitsatz:1. Eine Stellenanzeige, nach der ein/e "jüngere/r" Buchhalter/in gesucht wird, enthält eine Altersdiskriminierung, weil von vornherein ältere Bewerber nicht angesprochen und damit benachteiligt werden.

2. Erfüllt ein Bewerber das in der Stellenanzeige festgelegte Anforderungsprofil augenscheinlich nicht, kann er keine Entschädigungszahlung nach § 15 Abs. 2 AGG beanspruchen.

3. Allein der Umstand, dass sich ein Arbeitnehmer parallel und zeitnah auf zahlreiche Stellen im gesamten norddeutschen Bereich beworben hat, ist für sich genommen nicht geeignet, die Ernsthaftigkeit seiner Bewerbung in Frage zu stellen, insbesondere wenn er sich ganz überwiegend auf "neutrale" Stellenanzeigen ohne diskriminierenden Inhalt beworben hat, seit langem arbeitslos und gegenüber vier Personen unterhaltsverpflichtet ist.

4. Ein rechtsmissbräuchliches AGG-Hopping liegt nicht bereits dann vor, wenn ein Arbeitnehmer gegenüber zahlreichen Arbeitgebern Schadensersatz- und Entschädigungsansprüche nach § 15 AGG geltend macht. Vielmehr muss sich aus den weiteren Umständen des konkreten Einzelfalles ergeben, dass es dem Beschäftigten mit seiner Bewerbung vornehmlich nicht um den Erhalt eines Arbeitsplatzes, sondern um die Geltendmachung etwaiger Entschädigungsansprüche ging. Solche Umstände lagen hier vor.
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Urteil, 5 Sa 286/08

LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Beschluss, 5 Sa 338/08 vom 08.12.2008

Rechtsgebiete:ZPO
Schlagworte:Wiedereinsetzung, Berufungsbegründungsfrist, Fristenkalender, Fristverlängerung, Organisationsverschulden
Leitsatz:1. Der Eintrag des endgültigen Ablaufs der Berufungsbegründungsfrist im Fristenkalender ist erst zulässig, wenn eine beantragte Fristverlängerung tatsächlich gewährt worden ist (BAG Beschl. v. 16.10.2007 - VI ZB 65/06 ).

2. Wird ein Fristenkalender von zwei oder mehreren Mitarbeitern geführt, so ist durch entsprechende Organisationsanweisung sicherzustellen, dass die jeweiligen Änderungen, Bestätigungen und Kontrollen der notierten Fristen durch Abzeichnung derselben kenntlich gemacht werden. Die Fertigung eines Erledigungsvermerks dient nicht nur der Rekonstruktion durch den Anwalt, wer wann welche Arbeiten durchgeführt hat, sondern vornehmlich auch der Eigenkontrolle der jeweiligen Angestellten.
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Beschluss, 5 Sa 338/08

LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Beschluss, 4 Sha 8/08 vom 04.12.2008

Rechtsgebiete:ZPO, ArbGG
Schlagworte:Örtliche Zuständigkeit, Außendienstmitarbeiter, Wahlrecht
Leitsatz:1. Ein Verweisungsbeschluss ist offenbar gesetzeswidrig, wenn er auf eine (noch nicht) geltende Norm gestützt wird.

2. Das Wahlrecht gemäß § 35 ZPO kann noch zwischen Anhängigkeit und Rechtshängigkeit einer Klage ausgeübt werden.
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Beschluss, 4 Sha 8/08


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