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JuraForum.deUrteileLandesarbeitsgericht Schleswig-HolsteinVerkündungsdatum06 / 2008 

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein

Entscheidungen 06 / 2008



Insgesamt sind 17 Entscheidungen vorhanden, angezeigt werden die Entscheidungen 1 bis 4:


LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Urteil, 1 Sa 129/08 vom 26.06.2008

Rechtsgebiete:AGG
Schlagworte:Entschädigung, Bewerbung, Benachteiligung, Diskriminierung, Rasse, Hautfarbe, Behinderung, Beweisantritt, kein ordnungsgemäßer Beweisantritt
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Urteil, 1 Sa 129/08



LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Beschluss, 3 TaBV 8/08 vom 18.06.2008

Rechtsgebiete:BetrVG, TzBfG, AÜG, BGB
Schlagworte:Arbeitnehmerüberlassung, konzernintern, vorübergehend, gewerbsmäßig, Gewinnerzielungsabsicht, mittelbare, Wirtschaftsunternehmen, Rechtsmissbrauch, Umgehungsgeschäft
Leitsatz:1. Im Rahmen konzerneigener Personalüberlassung kann bei der Prüfung, ob eine als Wirtschaftsunternehmen deklarierte Personalüberlassungsgesellschaft bei der Arbeitnehmerüberlassung mit Gewinnerzielungsabsicht handelt, nicht nur auf den Verleiher abgestellt werden, wenn sie selbst nicht am Markt agiert, über keine Betriebsmittel und mit Ausnahme ihrer Leiharbeitnehmer auch über kein eigenes Personal verfügt.

2. Gibt der konzerneigene Verleiher nur seinen Namen für die Arbeitnehmerüberlassung und handelt er im Übrigen weder konzernintern noch am Markt selbst, sondern nur durch Konzernmutter oder - entleihende - Konzernschwester, ist bei der Feststellung der Gewinnerzielungsabsicht auf deren Gewinnerzielungsabsicht abzustellen.

3. Derartige konzerninterne Vertragsgestaltungen stellen ein rechtsmissbräuchliches Umgehungsgeschäft dar, wenn sie dazu führen, dass die konzerninterne Entleiherin hierdurch im Ergebnis die Lohnkosten senken kann und wegen der unterschiedlichen Vertragsarbeitgeber "ihren" Arbeitnehmern geschuldete Vergütungsbestandteile wie Anwesenheitsprämien, höheres Urlaubs- und Weihnachtsgeld den Leiharbeitnehmern nicht zahlen muss.

Der Betriebsrat der Entleiherin kann die Zustimmung zur Einstellung von Leiharbeitnehmern gem. § 99 Abs. 2 Ziff. 1 BetrVG iVm. 242 BGB verweigern.

4. Die Verletzung des Gebots, eine gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung nur bei Vorliegen einer staatlichen Erlaubnis betreiben zu dürfen, führt zu einem Zustimmungsverweigerungsrecht des Betriebsrats gem. § 99 Abs. 2 Ziff. 1 BetrVG.
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Beschluss, 3 TaBV 8/08

LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Beschluss, 3 TaBV 12/08 vom 18.06.2008

Rechtsgebiete:RTV, BetrVG, AÜG, TzBfG, BGB
Schlagworte:Einstellung, Leiharbeitnehmer, Betriebsrat, Zustimmungsersetzung, Arbeitnehmerüberlassung, vorübergehend, gewerbsmäßig, Konzern, intern, Konzernmutter, Gewinnerzielungsabsicht, mittelbare Gewinnerzielungsabsicht, Wirtschaftsunternehmen, Rechtsmissbrauch, Umgehungsgeschäft
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Beschluss, 3 TaBV 12/08

LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Urteil, 6 Sa 43/08 vom 18.06.2008

Rechtsgebiete:BEEG, ZPO
Schlagworte:Elternzeit, Verringerung der Arbeitszeit
Leitsatz:Begehrt der Arbeitnehmer nach § 15 Abs. 5 und 7 BEEG die Verringerung der Arbeitszeit während der Elternzeit, muss er sich zwischen einer vollständigen Befreiung von der Arbeitspflicht und einer Beschäftigung mit mindestens 15 und höchstens 30 Wochenstunden entscheiden. Mit Zustimmung des Arbeitgebers kann zwar von der Untergrenze des § 15 Abs. 7 Nr. 3 BEEG abgewichen werden. Ein Anspruch auf Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit auf weniger als 15 Stunden ergibt sich aber weder aus § 15 Abs. 7 noch aus § 15 Abs. 5 BEEG.
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Urteil, 6 Sa 43/08


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