( Angemeldet bleiben?)  

JuraForum.deUrteileLandesarbeitsgericht Schleswig-HolsteinVerkündungsdatum06 / 2006 

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein

Entscheidungen 06 / 2006



Insgesamt sind 8 Entscheidungen vorhanden, angezeigt werden die Entscheidungen 1 bis 4:


LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Urteil, 6 Sa 304/05 vom 29.06.2006

Rechtsgebiete:TV Beton- und Fertigteilindustrie und Betonsteinhandwerk in Norddeutschland
Schlagworte:Ausschlussfrist, Änderung, Jahressondervergütung, außerordentliche Kündigung mit sozialer Auslauffrist, Fälligkeit
Leitsatz:Wird eine Forderung aus einem Arbeitsverhältnis zwar erst nach Änderung der tariflichen Ausschlussfrist fällig, wurde sie jedoch bereits vor der Änderung der tariflichen Ausschlussfrist begründet, so gilt für diese Forderung noch die alte Ausschlussfrist.
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Urteil, 6 Sa 304/05



LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Urteil, 5 Sa 49/06 vom 27.06.2006

Rechtsgebiete:BGB, KSchG
Schlagworte:Außerordentliche Kündigung, privates Surfen im Internet, private Nutzung des Mobiltelefons
Leitsatz:1. Das nicht ausdrücklich oder zumindest konkludent genehmigte private Surfen im Internet während der Dienstzeit in erheblichem zeitlichem Umfang kann an sich geeignet sein, einen wichtigen Grund zur außerordentlichen Kündigung darzustellen. Dies gilt insbesondere, wenn dem Arbeitgeber hierdurch zusätzliche Kosten entstehen oder des Ruf geschädigt wird, weil strafbare oder pornographische Darstellungen herunter geladen werden.

2. Bei einem gleichsam ausschweifenden privaten Surfen im Internet und privaten Telefonieren während der Arbeitszeit bedarf es vor Ausspruch der fristlosen Kündigung in der Regel keiner Abmahnung. Dies gilt jedoch nicht, wenn der Arbeitgeber diese Pflichtverletzungen in der Vergangenheit zwar formlos gerügt, aber letztlich geduldet hat. Einzelfallentscheidung: Aufgrund der Gesellschafterstellung des Arbeitnehmers und der sich daraus ergebenden weitergehenden Arbeitnehmerrechte verstieß die Kündigung vorliegend wegen fehlender einschlägiger Abmahnung gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Urteil, 5 Sa 49/06

LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Beschluss, 2 Ta 120/06 vom 21.06.2006

Rechtsgebiete:ZPO, RVG
Schlagworte:Prozesskostenhilfe, Beiordnung, Rechtsanwalt, Reisekosten, Erstattung
Leitsatz:Eine "Beiordnung zu den Sätzen eines ortsansässigen Anwalts" kommt im arbeitsgerichtlichen Verfahren nicht in Betracht.

Zulässig ist es, dass im Beschluss über die Bewilligung der Prozesskostenhilfe eine Einschränkung der Erstattungsfähigkeit der anwaltlichen Reisekosten ausgesprochen wird. Enthält der Beschluss eine solche Einschränkung nicht, sind dem Prozessbevollmächtigten auch die Reisekosten zu erstatten, soweit sie zur sachgerechten Wahrnehmung der Interessen der Partei erforderlich waren, höchstens aber bis zu der Höhe, die bei Beiordnung eines Verkehrsanwalts entstanden wären.
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Beschluss, 2 Ta 120/06

LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Beschluss, 1 Ta 68/06 vom 19.06.2006



Seite:   1  2 


Weitere Urteile



Urteile: Schlagworte

Urteile: Vorschriften

Lexikon

Gesetze


http://www.juraforum.de/urteile/lag-schleswig-holstein/uebersicht-2006-06

"Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein - Entscheidungen 06 / 2006 - Seite 1" © JuraForum.de — 2003-2011

Sitemap | Kontakt | Team | Jobs | Werbung | Presse | Datenschutz | AGB | Impressum

ANZEIGEN