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JuraForum.deUrteileLAG-SCHLESWIG-HOLSTEINUrteil vom 18.06.2008, Aktenzeichen: 6 Sa 4/08 



LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Aktenzeichen: 6 Sa 4/08

Urteil vom 18.06.2008


Leitsatz:1. Die Darlegungs- und Beweislast für die Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes und damit für den betrieblichen Geltungsbereich nach § 23 Abs. 1 KSchG liegt beim Arbeitnehmer.

2. Der Arbeitnehmer genügt regelmäßig seiner Darlegungslast, wenn er die für eine entsprechende Arbeitnehmerzahl sprechenden Tatsachen und die ihm bekannten äußeren Umstände schlüssig darlegt. Dazu hat er - ggf. unter konkreter Beschreibung der Personen - anzugeben, welche Arbeitnehmer zum Kündigungszeitpunkt im Betrieb beschäftigt waren. Erst auf einen solchen Sachvortrag hin muss sich der Arbeitgeber im Einzelnen dazu erklären, welche rechtserheblichen Umstände dafür sprechen, dass regelmäßig weniger Arbeitnehmer bei ihm beschäftigt sind.
Rechtsgebiete:KSchG, BGB
Vorschriften:KSchG § 23 Abs. 1, BGB § 138, BGB § 174 Satz 1, BGB § 180 Satz 1, BGB § 242,
Stichworte:Kündigungsschutz, Kündigungsschutzgesetz, Anwendbarkeit, Kleinbetrieb, Anzahl der Arbeitnehmer, Darlegungs- und Beweislast des Arbeitnehmers, Vertretungsmacht, Vollmachtvorlage, Sittenwidrigkeit, Treuwidrigkeit, Abmahnung, Zwischenzeugnis,
Verfahrensgang:ArbG Elmshorn, 5 Ca 650 d/07 vom 08.11.2007

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