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JuraForum.deUrteileLandesarbeitsgericht KielUrteil vom 04.03.2009, Aktenzeichen: 3 Sa 410/08 

LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Aktenzeichen: 3 Sa 410/08

Urteil vom 04.03.2009


Leitsatz:1) Eine begangene sexuelle Belästigung macht die Weiterbeschäftigung im Sinne des § 626 Abs. 1 BGB nicht per se kraft Gesetzes unzumutbar.

2) Auch bei nur verbalen sexuellen Belästigungen durch einen langjährig beschäftigten männlichen Arbeitnehmer kann eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung verhältnismäßig sein (Abgrenzung zu ArbG Kaiserlautern vom 27.3.2008 - 2 Ca 1784/07).
Rechtsgebiete:BGB, AGG
Vorschriften:§ 626 BGB, § 3 Abs. 4 AGG, § 12 Abs. 3 AGG
Stichworte:Sexuelle Belästigung, unerwünscht, außerordentliche Kündigung, ordentliche Kündigung, Verhältnismäßigkeit
Verfahrensgang:ArbG Lübeck, 6 Ca 1698 b/08 vom 02.09.2008

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LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Urteil, 3 Sa 410/08 vom 04.03.2009

1) Eine begangene sexuelle Belästigung macht die Weiterbeschäftigung im Sinne des § 626 Abs. 1 BGB nicht per se kraft Gesetzes unzumutbar.

2) Auch bei nur verbalen sexuellen Belästigungen durch einen langjährig beschäftigten männlichen Arbeitnehmer kann eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung verhältnismäßig sein (Abgrenzung zu ArbG Kaiserlautern vom 27.3.2008 - 2 Ca 1784/07).

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