JuraForum.de > Urteile > LAG-NIEDERSACHSEN > Urteil vom 05.09.2005, Aktenzeichen: 11 Sa 189/05
| Leitsatz: | 1. Macht der Arbeitgeber gegen seinen Arbeitnehmer einen Schadensersatzanspruch mit der Begründung geltend, dieser habe Barbeträge von Kunden (hier aus Autoverkäufen) entgegengenommen und nicht abgeführt, so gilt eine abgestufte Darlegungs- und Beweislast: Der Arbeitgeber hat zunächst darzulegen, welchen konkreten Betrag der Arbeitnehmer aus welchem Rechtsgeschäft von welchem Kunden erhalten hat. Der Arbeitnehmer als Sachnäherer hat dann substanziiert darzulegen, was mit diesem Geld geschehen ist. Diese Einlassungen sind sodann vom Arbeitgeber zu widerlegen. 2. Erlässt ein unzuständiges Gericht einen dinglichen Arrest und verweist es den Rechtstreit an das zuständige Gericht, so ist der Arrest nicht schon deshalb aufzuheben und ggf. neu zu erlassen, weil der Arrest zunächst durch ein unzuständiges Gericht erlassen wurde. |
| Rechtsgebiete: | BGB, ArbGG, ZPO |
| Vorschriften: | BGB § 280, ArbGG § 62 Abs. 2, ZPO § 916 ff., |
| Stichworte: | Arrestanspruch, Arrestgrund, unzuständiges Gericht, Schadensersatz, abgestufte Darlegungs- und Beweislast, Substanziierung, |
| Verfahrensgang: | ArbG Lüneburg 1 Ga 44/04 vom 24.01.2005 |
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