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JuraForum.deUrteileLandesarbeitsgericht KölnVerkündungsdatum03 / 2003 

Landesarbeitsgericht Köln

Entscheidungen 03 / 2003



Insgesamt sind 8 Entscheidungen vorhanden, angezeigt werden die Entscheidungen 1 bis 4:


LAG-KOELN – Urteil, 2 (9) Sa 211/01 vom 27.03.2003

Rechtsgebiete:BetrVG, InsO
Schlagworte:Insolvenzeröffnungsverfahren, Nachteilsausgleich, Betriebsschließung, Masseforderung
Leitsatz:1. Beschließen der vorläufige Insolvenzverwalter und der Geschäftsführer der Gemeinschuldnerin im Insolvenzeröffnungsverfahren die vollständige Betriebsstilllegung, so sind die daraufhin ausgesprochenen Kündigungen nicht deshalb unwirksam, weil der Geschäftsführer den geheimen Vorbehalt hegte, unter Entwendung eines Teils der Betriebsmittel eine Betriebsabteilung fortzuführen.

2. Eine Betriebsstilllegung löst dann den Anspruch aus § 113 BetrVG aus, wenn so viele Kündigungen ausgesprochen sind, dass der Betrieb ohne Zustimmung der Belegschaft nicht mehr fortgeführt werden kann und der Verhandlungsanspruch des Betriebsrats nicht mehr zur Betriebsfortführung führen könnte.

3. Der Anspruch aus § 113 BetrVG stellt eine Insolvenzforderung und keine Masseforderung dar, wenn die Stilllegung des Betriebs vor Insolvenzeröffnung begonnen wurde.

4. § 55 Abs. 2 InsO kommt auch nicht analog zur Anwendung, wenn ein sog. schwacher Insolvenzverwalter mit partieller Ermächtigung zur Alleinvertretung tatsächlich nicht alleine gehandelt hat, sondern die Kündigungen vom Geschäftsführer mit Zustimmung des Insolvenzverwalters ausgesprochen wurden.
Volltext: LAG-KOELN - Urteil, 2 (9) Sa 211/01



LAG-KOELN – Beschluss, 7 Ta 220/02 vom 24.03.2003

Rechtsgebiete:ZPO
Schlagworte:Berichtigungsbeschluss, Urteilsrubrum, Geschäftsführer
Leitsatz:1) Wird das Rubrum eines Versäumnisurteils gemäß § 319 ZPO dahingehend berichtigt, dass als Geschäftsführer der verurteilten GmbH der Name einer anderen Person als zuvor angegeben wird, so ist diese andere Person bechwerdeberechtigt.

2) Der Berichtigungsbeschluss ist ohne weiteres aufzuheben, wenn er den Eintragungen im Handelsregister widerspricht.
Volltext: LAG-KOELN - Beschluss, 7 Ta 220/02

LAG-KOELN – Urteil, 6 Sa 82/03 vom 20.03.2003

Rechtsgebiete:BetrAVG, BGB
Schlagworte:Betriebliche Altersversorgung, Unverfallbarkeit, Betriebszugehörigkeit
Leitsatz:Ein Arbeitgeberwechsel kann nicht nur gesetzlich als Rechtsfolge eines Betriebsübergangs stattfinden, sondern auch vertraglich durch dreiseitiges Rechtsgeschäft herbeigeführt werden.
Volltext: LAG-KOELN - Urteil, 6 Sa 82/03

LAG-KOELN – Beschluss, 7 Ta 350/02 vom 17.03.2003

Rechtsgebiete:BRAGO
Schlagworte:Vergleichsgebühr, PKH-Antrag für sog. Mehrvergleich
Leitsatz:Ist für die Gegenstände eines sog. Mehrvergleichs PKH beantragt (und bewilligt) worden, so erhält der PKH-Anwalt für den Vergleich insgesamt (nur) eine 10/10-Gebühr (streitig, aber std. Rspr.d.LAG Köln). Diese Auffassung des LAG Köln entspricht nicht nur dem Wortlaut, sondern auch dem Sinn und Zweck des § 23 Abs. 1 BRAGO besser als die Gegenmeinung.
Volltext: LAG-KOELN - Beschluss, 7 Ta 350/02


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