LAG-KOELN – Aktenzeichen: 7 Sa 1249/04

Urteil vom 26.01.2005


Leitsatz:1. Zu den Voraussetzungen für die Erschütterung des Beweiswertes einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

2. Hat der Arbeitgeber den Betriebsrat fälschlich dahin informiert, der zu kündigende Arbeitnehmer habe für bestimmte Fehlzeiten keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beigebracht, so kann er die Kündigung nicht im Nachhinein darauf stützen, die in Wirklichkeit doch vorgelegte AU sei erschlichen worden.
Rechtsgebiete:BGB, KSchG, BetrVG
Vorschriften:§ 626 BGB, § 1 Abs. 2 KSchG, § 102 BetrVG
Stichworte:Verhaltensbedingte Kündigung, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, unentschuldigtes Fehlen, Betriebsratsanhörung
Verfahrensgang:ArbG Köln 5 Ca 1336/04 vom 13.07.2004

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