JuraForum.de > Urteile > LAG-KOELN > Urteil vom 20.06.2003, Aktenzeichen: 4 Sa 128/03
| Leitsatz: | 1) Die Grundsätze des Haftungsdurchgriffs wegen "existenzvernichtenden Eingriffs", die der BGH in jüngerer Rechtsprechung (z.B. 17.09.2001 - 2 ZR 178/99 - ZIP 2001, 1874; 24.06.2002 - 2 ZR 300/00 - NJW 2002, 3024 f.) zum Haftungsdurchgriff auf die GmbH-Gesellschafter entwickelt hat, gelten nur, solange ein Insolvenzverfahren nicht durchgeführt wird oder nicht (mehr) in Betracht kommt. 2) Das Gleiche gilt für einen auf denselben Sachverhalt gestützten Durchgriffsanspruch des § 826 BGB. 3) Eine ordnungsgemäße Berufungsbegründung verlangt ein Minimum an gedanklicher Auseinandersetzung mit dem erstinstanzlichen Urteil. |
| Rechtsgebiete: | BGB, GmbHG, ZPO |
| Vorschriften: | BGB § 826, GmbHG § 30, GmbHG § 31, ZPO § 520, |
| Stichworte: | Haftungsdurchgriff bei der GmbH, Anforderungen an eine Berufungsbegründung, |
| Verfahrensgang: | ArbG Bonn 5 Ca 4123/02 vom 23.10.2002 |
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