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JuraForum.deUrteileLAG-KOELNUrteil vom 18.05.2007, Aktenzeichen: 11 Sa 632/06 



LAG-KOELN – Aktenzeichen: 11 Sa 632/06

Urteil vom 18.05.2007


Leitsatz:1. Unterschiedliche Erkrankungen können den Schluss auf eine gewisse Krankheitsanfälligkeit des Arbeitnehmers zulassen und damit eine negative Prognose begründen (wie BAG, Urteil vom 10.11.2005 - 2 AZR 44/05, AP Nr. 42 zu § 1 KSchG 1969 Krankheit).

2. Vor Ausspruch einer krankheitsbedingten Kündigung ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, sich beim Arbeitnehmer nach dessen Gesundheitszustand zu erkundigen (im Anschluss an BAG, Urteil vom 17.06.1999 - 2 AZR 639/88, AP Nr. 37 zu § 1 KSchG 1969 Krankheit; a. A. ArbG Berlin, Urteil vom 25.03.1976 - 26 Ca 210/75, DB 1976, 2072).

3. Die Durchführung eines sog. betrieblichen Eingliederungsmanagements i. S. von § 84 Abs. 2 SGB IX ist keine Wirksamkeitsvoraussetzung für die krankheitsbedingte Kündigung eines nicht schwerbehinderten Arbeitnehmers.
Rechtsgebiete:KSchG, SGB IX
Vorschriften:KSchG § 1, SGB IX § 84 Abs. 2,
Stichworte:Krankheitsbedingte Kündigung,
Verfahrensgang:ArbG Köln 8 Ca 2436/05 vom 26.01.2006

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