JuraForum.de > Urteile > LAG-HAMM > Urteil vom 21.03.2007, Aktenzeichen: 18 Sa 688/06
| Leitsatz: | Die Öffnungsklausel in § 4 Abs. 4 EFZG lässt zu, dass die Tarifvertragsparteien sowohl den Geld- als auch den Zeitfaktor der gesetzlichen Berechnungsweise des § 4 Abs. 1 EFZG abändern können. Durch die Beschränkung der Entgeltfortzahlung auf den Vergütungsanspruch für höchstens 48 Stunden wöchentlich in § 7 Ziffer 4 des Manteltarifvertrags für die Arbeitnehmer in der Speditions-, Logistik- und Transportwirtschaft NRW vom 26.04.2005 wird der Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nicht in seiner Substanz angetastet. Die Begrenzung der Urlaubsentgeltzahlung auf höchstens 48 Stunden wöchentlich in § 9 Ziffer 9 Satz 2 MTV für gewerbliche Arbeitnehmer in der Speditions-, Logistik- und Trans-portwirtschaft NRW vom 26.04.2005 verstößt, soweit der gesetzliche Mindesturlaub beschränkt wird, gegen § 1 BUrlG. |
| Rechtsgebiete: | EFZG, MTV, BGB, BUrlG |
| Vorschriften: | EFZG § 3 Abs. 1, EFZG § 4 Abs. 1, EFZG § 4 Abs. 4, EFZG § 12, MTV § 7 Ziff. 4, MTV § 9 Ziff. 9 Satz 2, BGB § 611 Abs. 1, BUrlG § 1, BUrlG § 11 Abs. 1, BUrlG § 13 Abs. 1, |
| Stichworte: | Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Abänderung des Geld- und Zeitfaktors durch eine tarifliche Regelung, Urlaubsentgelt, tarifliche Begrenzung der Urlaubsentgeltfortzahlung auf höchstens 48 Stunden wöchentlich, |
| Verfahrensgang: | ArbG Bochum, 1 Ca 2956/05 vom 03.03.2006 BAG, 9 AZR 465/07 vom 02.12.2008 |
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